Wirtschaft

Handel Kette setzt beim Bezahlen auf Digitalisierung

Globus büßt Umsatz ein

St. Wendel.Die Handelsgruppe Globus setzt beim Bezahlen zunehmend auf Digitalisierung. So könne in 30 der 47 großen Einkaufsmärkte in Deutschland ein Bezahlsystem genutzt werden, bei dem Kunden selbst die Produkte mit einem Scanner erfassen, bevor sie sie in den Einkaufswagen legen und am Ende an einer Bezahlstation den automatisch errechneten Betrag bezahlen. Das System werde sehr gut angenommen und solle noch weiter ausgerollt werden, sagte eine Sprecherin gestern in St. Wendel. Auch andere Handelsketten wie der Möbelkonzern Ikea bieten Selbstscan-Systeme zum Bezahlen an.

Wachstum in Russland

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 (31. Dezember) stagnierte der Umsatz der Globus-Gruppe: Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur leicht um 0,1 Prozent auf 3,89 Milliarden Euro. Die deutschen SB-Warenhäuser legten beim Erlös um 1,1 Prozent auf 1,74 Milliarden zu, die Baumärkte verzeichneten einen leichten Umsatzrückgang von minus 0,5 Prozent auf 851 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) sank deutlich auf 166,3 Millionen Euro, nach 189,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Echte Wachstumstreiber waren den Angaben zufolge die 14 russischen Globus-Standorte, die 6,1 Prozent mehr umsetzten. In Tschechien lag das Umsatzplus bei 4,2 Prozent. In neue Standorte, wie das kürzlich eröffnete SB-Warenhaus in Chemnitz, sowie in Modernisierungen investierte die Gruppe mehr als 220 Millionen Euro. Ende 2018 zählte Globus mehr als 45 800 Mitarbeiter, davon rund 19 000 in den deutschen SB-Warenhäusern sowie 10 000 in Russland. In der Metropolregion Rhein-Neckar betreibt Globus Märkte in Ludwigshafen, Hockenheim, Wiesental und Grünstadt. dpa/red