Wirtschaft

Handwerk erholt sich langsam

Archivartikel

Das Handwerk ist bisher quasi mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen. In der jüngsten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Mannheim Rhein Neckar Odenwald bezeichneten knapp zwei Drittel der Firmen ihre Geschäftslage als „gut“. Trotzdem seien die Unternehmen vom „Normalbetrieb“ noch weit entfernt, sagt Sprecher Detlev Michalke.

Das zeigt auch die Auslastung: Im dritten Quartal 2019 arbeitete noch rund jeder vierte Betrieb in der Region über seiner Kapazitätsgrenze. Im dritten Quartal 2020 waren das nur noch etwa 12 Prozent. Stattdessen hatten rund 24 Prozent noch große Kapazitäten frei – im Vorjahresquartal war das nur bei knapp sechs Prozent der Fall gewesen.

Insgesamt hat die Krise die Handwerksbranchen unterschiedlich getroffen: „Der Bau lief relativ stabil weiter, während Friseure oder Kosmetiker vom Lockdown betroffen waren. Aber auch dort normalisiert sich das Geschäft immer mehr“, sagt Michalke. Einbußen habe es auch bei Autowerkstätten oder im Lebensmittelhandwerk – bei Bäckern und Metzgern – gegeben. „Die durften zwar offen bleiben, zweite Standbeine wie Catering fielen erstmal weg.“ Trotz allem gab es im Bezirk der Handwerkskammer Mannheim Rhein Neckar Odenwald Mitte 2020 knapp 100 Betriebe mehr als Ende 2019.

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