Wirtschaft

Haushalt Baden-Württemberg unterstützt Meister finanziell

Handwerker erhalten Prämien

Archivartikel

Stuttgart.Die baden-württembergische Landesregierung wird nicht nur eine Meisterprämie in Höhe von 1500 Euro einführen, sondern diese auch durch eine sogenannte Gründungs- und Übernahmeprämie ergänzen. Dies hat der Finanzausschuss des Landtags gestern mit der Stimmenmehrheit der grün-schwarzen Regierungsfraktionen beschlossen.

Laut dem betreffenden Teil des Haushaltsentwurfs, der dieser Zeitung vorliegt, sind im Etat von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) für die Meister- sowie Gründungs- und Übernahmeprämie in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt 13 Millionen Euro vorgesehen. „Wir haben von Anfang an für die Meisterprämie gekämpft. Für uns ist sie ein wichtiger Schritt hin zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung“, erklärt CDU-Handwerksexperte Thomas Dörflinger.

Wirtschaftsministerium profitiert

Die Meisterprämie erhält jeder Handwerker, der eine Meisterausbildung erfolgreich abschließt. Die genauen Beträge der Gründungs- und Übernahmeprämie für Meister müssen noch festgelegt werden. Hier sind bislang laut Wirtschaftsministerium nur die Mittel im Haushaltsentwurf freigegeben.

Weiter wurde im Finanzausschuss entschieden, dem Wirtschaftsministerium 60 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Darunter befinden sich jeweils 16 Millionen Euro für eine Digitalisierungsprämie, für die Förderung der künstlichen Intelligenz sowie das Wasserstoff-Projekt „zero emission“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen bei Heilbronn. Auch eine Weiterbildungsoffensive für Digitalisierung soll zusätzlich unterstützt werden. „Hinter unseren Investitionen in ein zukunftsfähiges, innovatives und nachhaltiges Baden-Württemberg stehen konkrete Maßnahmen“, sagt CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart. Grün-Schwarz plant im neuen Doppelhaushalt einen Etat von mehr als 50 Milliarden Euro im Jahr.

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