Wirtschaft

„Harte Argumente ausgetauscht“

Norbert Schindler, Präsident der Bauernkammer Rheinland-Pfalz

Als einer von rund 80 Vertretern der Landwirtschaft nahm Ökonomierat Norbert Schindler aus Bobenheim am Berg (Pfalz) am Montag beim Agrargipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel teil.

Herr Schindler, am Montag war der große Tag nach den Protesten. Wie lautet Ihr erstes Fazit?

Norbert Schindler: Bei der Nitratbelastung gibt es in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg noch die eine oder andere Hausaufgabe zu erledigen. Wir Landwirte brauchen genaue Messpunkte und aktuelle Ergebnisse, wenn wir wissen wollen, was wir gegen das Problem tun können. Das Thema Artenschutz kann so, wie es im Agrarpaket formuliert ist, nicht stehenbleiben. Hier wird die Bauernvertretung dem Bund noch Gegenvorschläge machen.

Lassen sich Ihrer Meinung nach die Ökologie und Ökonomie überhaupt vereinbaren?

Schindler: Momentan sind wir Landwirte alle gleich betroffen – auch die Biobauern. Die Welternährungsfrage wird durch einen rein ökologischen Anbau aber nicht beantwortet, nein.

Was war Ihr Eindruck von der Kanzlerin? Kann sie auch mit Landwirten?

Schindler: Als ehemaliges Bundestagsmitglied habe ich Angela Merkel schon getroffen. Sie überraschte aber viele der anderen Teilnehmer. Vor allem, weil sie sich so gut in der Thematik auskannte. Sie war ziemlich verbindlich in ihren Aussagen – dasselbe gilt für Julia Klöckner. Es war kein schlechter Dialog, bei dem auch harte Argumente ausgetauscht wurden. 

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