Wirtschaft

Verkehr Umfangreiche Gleisbauarbeiten rund um Heidelberg / Fast während des gesamten zweiten Halbjahrs starke Einschränkungen in der Region

Harte Zeiten für Bahnreisende und Pendler

Mannheim.Die Deutsche Bahn kündigt für Pendler und Reisende in der Metropolregion Rhein-Neckar erhebliche Beeinträchtigungen an. Wegen umfangreicher Bauarbeiten im Raum Heidelberg kommt es ab Ende Juli zu Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr, teilte der Konzern gestern mit. Die absehbaren Engpässe sorgen nach Angaben des Unternehmens dafür, dass Fernverkehrszüge die Bahnhöfe Heidelberg und Wiesloch/Walldorf vorübergehend nicht direkt anfahren können. Ersatzweise würden Verbindungen mit Umsteigemöglichkeiten angeboten.

In der ersten Bauphase vom 28. Juli bis zum 2. September – den Sommerferien in Baden-Württemberg – sind die Gleise von Mannheim über Mannheim-Friedrichsfeld nach Heidelberg gesperrt. Der Nahverkehr wird nach Angaben der Bahn deshalb – stark reduziert – halbstündlich über den Mannheimer Rangierbahnhof umgeleitet. Zusätzlich werde ein Schienenersatzverkehr (SEV) angeboten.

Ersatzfahrten dauern länger

Die Fernverkehrszüge, die sonst die Strecke Mannheim – Heidelberg nutzen, werden vom 28. Juli bis zum 9. September 2018 umgeleitet. Dadurch bestehe für Heidelberg und Wiesloch-Walldorf vorübergehend keine Direktverbindungen von und nach Mainz/Köln sowie weniger Direktverbindungen von und nach Stuttgart. Die etwa stündlichen IC/EC-Züge Frankfurt – Darmstadt –Heidelberg – Stuttgart bzw. Karlsruhe fahren laut Mitteilung in dieser Bauphase aber noch unverändert.

In der zweiten Bauphase vom 10. September bis zum 8. Dezember 2018 gibt es im Fernverkehr von und nach Heidelberg nur noch einzelne IC-Direktverbindungen. Die Ersatzverbindungen mit Umstieg werden die Fahrzeit nach Angaben des Unternehmens um meist rund 25 Minuten verlängern. Vom 10. September bis zum 3. Dezember 2018 wird die Strecke Heidelberg – Wiesloch nachts und am Wochenende total gesperrt.

Im Nahverkehr wird während dieser Zeit ein halbstündlicher Schienenersatzverkehr zwischen Heidelberg und Walldorf-Wiesloch eingerichtet. Von montags bis freitags ist die Strecke in der Zeit von 6 bis 22 Uhr eingleisig befahrbar. Der S-Bahnverkehr ist stark eingeschränkt. Zusätzlich wird ein SEV zwischen Heidelberg und Wiesloch-Walldorf angeboten.

Nach Angaben der Bahn sind die während der Bauarbeiten gültigen Verbindungen „weitgehend“ in der elektronischen Fahrplanauskunft eingearbeitet. Abokunden mit Zeitkarten wird das Unternehmen nach eigenen Angaben in den nächsten Tagen über Fahrmöglichkeiten auf ihrer Strecke informieren. Die Bahn erneuert im Zuge der Bauarbeiten auf einer Strecke von rund 30 Kilometern Schwellen, Schienen und Schotter. fas