Wirtschaft

China Großaktionär der Deutschen Bank in Geldnot

HNA erwägt Verkauf von Hilton-Aktien

Archivartikel

Hongkong/New York.Der in Geldnöten steckende Deutsche-Bank-Großaktionär HNA erwägt den Verkauf seiner Anteile am US-Hotelriesen Hilton. Es könnten einige oder gar alle der derzeit 82,5 Millionen Aktien (26 Prozent) abgestoßen werden, teilte der chinesische Mischkonzern gestern mit. Der Zeitplan möglicher Verkäufe, die Milliarden in die Kassen der Chinesen spülen könnten, hänge von den jeweiligen Marktbedingungen ab.

Der Aktienkurs von Hilton reagierte zwischenzeitlich mit einem Minus von bis zu drei Prozent, glich die Verluste aber schnell wieder aus. HNA war erst im vergangenen Jahr mit 6,5 Milliarden Dollar bei der amerikanischen Hotelkette eingestiegen. Inzwischen arbeitet das hoch verschuldete chinesische Unternehmen aber daran, Geld in die Kassen zu bekommen. Es soll Verkaufserlöse von rund 100 Milliarden Yuan (15,9 Milliarden Dollar) im ersten Halbjahr anstreben.

2,35 Milliarden Dollar in Aussicht

Im März hatte HNA seine Anteile an zwei zuvor vom Hilton-Konzern ausgegliederten Ablegern für zusammen 2,34 Milliarden Dollar verkauft. Würde es nun seine Hilton-Anteile zum aktuellen Kurs los, kämen zusätzliche 2,35 Milliarden Dollar in die Kasse. Anfang 2017 war HNA auch groß bei der Deutschen Bank eingestiegen. dpa