Wirtschaft

Handel Möbelkette schließt Umbau am Standort Schwetzingen ab / Mitarbeiter während sechsmonatiger Bauzeit in bezahltem Urlaub

Höffner investiert 100 Millionen Euro

Archivartikel

Schwetzingen.Der Möbelhändler Höffner nimmt nach sechsmonatiger Bauzeit den Verkauf in seiner Schwetzinger Filiale am Freitag kommender Woche wieder auf. Das Unternehmen hat rund 100 Millionen Euro in den Um- sowie teilweisen Neubau des Hauses investiert. Gleichzeitig hat das Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter am Standort um 30 auf 300 gesteigert. Die Belegschaft hatte Höffner während des Umbaus in bezahlten Urlaub geschickt. „Das war eine Herausforderung, was die Kohle betrifft“, umschrieb Höffner-Inhaber Kurt Krieger gestern bei einem Pressegespräch in Schwetzingen den finanziellen Aufwand. Zudem bezeichnete Krieger die Investitionen als wesentliche Voraussetzung, um den Herausforderungen der Branche künftig gewachsen zu sein.

Druck von Onlineanbietern

Wie der Handel insgesamt stehen auch die großen Möbelhäuser unter wachsendem Druck von Onlineanbietern. Dennoch sieht Krieger die Branche dem Internet nicht hilflos ausgeliefert. „Möbel sind sehr schwer erklärbare Produkte, die nicht mit DHL in den Briefkasten kommen“, sagte der Höffner-Inhaber. „Unsere Stärke sind Dinge, die man planen muss und auf die sich der Kunde draufsetzen muss.“

Gleichwohl setzt auch Höffner auf den Onlinevertrieb, im Zuge des Umbaus in Schwetzingen erhielt die Logistik, etwa die Warenabholung, eine Frischzellenkur. „Das hilft uns auch im Internet“, sagte Krieger. Als wesentliches Pfund in der Auseinandersetzung mit den Onlinehändlern sieht der Unternehmer qualifiziertes Personal. Die große Investition in Schwetzingen habe Höffner nicht zuletzt mit Blick auf die Belegschaft gestemmt, deren Arbeitsplätze ein gutes Stück sicherer geworden seien.

Hohe Konzentration in der Region

„Wir gewinnen dankbare und motivierte Mitarbeiter, das wird der Kunde spüren“, erklärte Krieger. Neben der Konkurrenz aus dem Netz liefern sich die großen stationären Möbelhäuser auch untereinander einen harten Kampf. Die Konzentration in der Metropolregion Rhein-Neckar hat Krieger nach eigenen Angaben ebenfalls zu der Umbaumaßnahme bewogen. Die Branche geht von einem Einzugsbereich von etwa 80 Kilometern für ein großes Haus aus. Damit steht Höffner in Schwetzingen auch in Wettbewerb etwa zum Segmüller-Haus in Weiterstadt bei Darmstadt oder der neuen Filiale, die Ikea in Karlsruhe errichtet.

Höffner ist gemessen am Umsatz derzeit die Nummer drei unter den deutschen Möbelhändlern. Branchenprimus ist Ikea. Höffner betreibt bundesweit mit rund 7000 Mitarbeitern 19 Möbelhäuser.

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