Wirtschaft

Commerzbank Geldinstitut sichert sich gegen Risiken ab

Hohe Abschreibung

Archivartikel

Frankfurt.Eine Milliardenabschreibung und weitere Vorsorge für mögliche Rückschläge in der Corona-Pandemie verhageln der Commerzbank das Krisenjahr 2020 vollends. „Nach dieser bilanziellen Maßnahme sehen wir uns gut für den weiteren Weg gerüstet“, erklärte der seit Jahresbeginn amtierende Vorstandschef Manfred Knof am Freitag. „Unser Ziel ist es, die Bank nachhaltig profitabler zu machen.“

Im Gesamtjahr 2020 rechnet der Frankfurter MDax-Konzern nun mit einer Risikovorsorge von mindestens 1,7 Milliarden Euro. Im Herbst hatte das Geldhaus noch eine Vorsorge für mögliche Kreditausfälle zwischen 1,3 Milliarden und 1,5 Milliarden Euro für 2020 prognostiziert.

In der nun höheren Summe seien rund 500 Millionen Euro zusätzliche Vorsorge für mögliche Kreditausfälle infolge der Corona-Krise im Jahr 2021 enthalten, teilte die Bank mit. Außerdem würden „mit dem höheren Risikoergebnis auch die derzeit erwarteten Auswirkungen des zweiten Lockdowns“ antizipiert.

Belastet wird das Jahresergebnis 2020 zudem dadurch, dass das Institut 1,5 Milliarden Euro abschreibt, weil sich übernommene Geschäfte von Dresdner Bank und der polnischen MBank nicht so gut entwickelten wie seinerzeit erhofft. 

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