Wirtschaft

IHK-Präsident Schnabel: Maskenpflicht als Verkaufshemmnis Nummer eins

Archivartikel

Fast alle Einzelhändler und viele Gastronomen in der Region Rhein-Neckar haben wieder geöffnet. Doch das gewohnte Leben kehrt nur langsam wieder in die Innenstädte zurück. „Die Frequenzen in den beiden Oberzentren Mannheim und Heidelberg sind laut den Messdaten der Kölner Firma Hystreet unterhalb des Vorjahresniveaus“, erklärte Manfred Schnabel, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar dieser Redaktion. In Mannheim seien mittlerweile rund 80 Prozent der Passanten im Vergleich zum Vorjahr in der Innenstadt. In der Heidelberger Innenstadt betrage die Frequenz erst knapp zwei Drittel des Vorjahresniveaus – „was maßgeblich mit den ausbleibenden Touristen zusammenhängen dürfte“, so Schnabel weiter.

Händler aus dem gesamten IHK-Bezirk würden berichten, dass die Kunden nur gezielt zum Einkaufen in die Stadt kommen und es kaum Spontan- beziehungsweise Erlebniseinkäufe gebe. „Als Verkaufshemmnis Nummer eins wird immer wieder die allgemeine Maskenpflicht genannt. Statt einer allgemeinen Maskenpflicht im Einzelhandel braucht es einen intelligenten Einsatz verschiedener Infektionsschutzmaßnahmen“, ergänzte der IHK-Präsident. Der Mund-Nasen-Schutz könne beziehungsweise müsse Teil des Maßnahmenplanes sein, sofern Abstandsregeln und ein entsprechender Luftaustausch nicht zuverlässig gewährleistet werden können. „Die Lage für den Einzelhandel in den Innenstädten bleibt damit trotz der Wiedereröffnung anderer innenstadtrelevanter Bereiche wie beispielsweise der Gastronomie angespannt.“