Wirtschaft

Kleidung Trigema-Chef gegen stetig wachsende Produktion

„Immer mehr bringt nichts“

Stuttgart.Wolfgang Grupp (Bild), Inhaber des Textilherstellers Trigema im schwäbischen Burladingen, sieht keinen Vorteil darin, immer mehr zu produzieren. „Die Kleiderschränke der Deutschen gehen nicht mehr zu, so voll sind sie. Insofern produziere ich ein Produkt, das keiner mehr braucht. Welchen Sinn macht es da, immer mehr herzustellen?“, sagte Grupp dem „Südkurier“. Er selbst verfolge das Prinzip des Wachstums durch Ausweitung der Menge längst nicht mehr.

„Wer in meinem Geschäft Erfolg haben will, darf nicht auf Masse setzen, sondern muss qualitativ hochwertige Produkte herstellen, die den Menschen einen Mehrwert bieten“, sagte Grupp. „Immer mehr bringt nichts.“ Die Geschäfte von Trigema liefen gut genug, um die rund 1200 Mitarbeiter zu beschäftigen und deren Kindern einen Arbeitsplatz zu garantieren, wenn sie ihn irgendwann wollten. dpa (BILD: dpa)