Wirtschaft

Klimaschutz EU-Staaten setzen auf umweltfreundliche Strategie

Investitionsbank reduziert Mittel für fossile Energien

Archivartikel

Luxemburg.Die Entscheidung der EU-Staaten für eine klimafreundliche Förderstrategie der EU-Investitionsbank (EIB) ist von Wirtschaft- und Umweltverbänden positiv aufgenommen worden. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bezeichnete die Entscheidung der Europäischen Investitionsbank, ab 2021 keine fossilen Energie-Projekte mehr zu finanzieren, als „richtig und bahnbrechend. Es wird die Finanzmärkte nachhaltig verändern.“ Vertreter der Klimaschutzorganisation CAN (Climate Action Network) meinten, dies sei der erste Schritt hin zu einer europäischen „Klimabank“.

Die Staaten hatten zuvor beschlossen, ab Ende 2021 die Förderung fossiler Energien wie Kohle, Öl und Gas über die EIB stark einzuschränken. Ab 2025 soll zudem die Hälfte ihrer milliardenschweren Investitionen in Projekte für Klimaschutz fließen. Schlupflöcher bleiben aber noch.

Die EIB – als größte multilaterale Förderbank der Welt – gehört den derzeit 28 EU-Staaten. Im Sommer schlug die Bank einen neuen Kurs vor, um angesichts des Klimawandels die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien zu schaffen und die Wirtschaft bis 2050 so umzubauen, dass keine zusätzlichen Treibhausgase in die Atmosphäre geblasen werden.

In den am späten Donnerstagabend vereinbarten EIB-Förderregeln ist vorgesehen, dass pro erzeugter Kilowattstunde Strom lediglich 250 Gramm CO2 anfallen dürfen. Bei traditionellen Gaskraftwerken liegt der Wert in der Regel höher. Der EIB-Grenzwert lag bislang bei 550 Gramm. Zudem soll die Bank den Anteil ihrer Finanzierungen für Klimaschutzprojekte bis zum Jahr 2025 auf 50 Prozent ausbauen. dpa

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