Wirtschaft

Wettbewerbszentrale Portal wegen Preisangaben kritisiert

Irreführende Angaben bei Verivox?

Frankfurt/Heidelberg.Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hat das Heidelberger Internet-Vergleichsportal Verivox sowie den Konkurrenten Check24 wegen angeblich irreführender Preisdarstellungen beanstandet. Bei Mobilfunkverträgen hätten die beiden Vergleichsportale selbst berechnete Durchschnittspreise pro Monat hervorgehoben, die aber von zahlreichen Voraussetzungen abhängig seien, sagte der Chef der Wettbewerbszentrale, Reiner Münker, gestern in Frankfurt. Nur in deutlich kleinerer Schrift sei auf den teureren Grundtarif hingewiesen worden.

Anbieter prüft Vorwürfe

Die beworbenen Durchschnittspreise seien nicht für alle Konsumenten erreichbar und daher nicht für einen Preisvergleich maßgeblich, begründete Münker entsprechende Abmahnungen. Verivox teilte mit, die erst kürzlich erhobenen Vorwürfe zu prüfen. Check24 verteidigte die kritisierte Preisdarstellung. „Wir sind überzeugt, dass wir unseren Kunden mit der Darstellung des ,Durchschnitt pro Monat’ die beste Preisdarstellung bieten“, sagte der Geschäftsführer Mobilfunk, Oliver Bohr.

Auch der von der Zentrale bevorzugte Grundpreis könne sich nicht nur vergünstigen, sondern auch mit versteckten Zusatzkosten ansteigen. Man begrüße aber die Anmerkungen der Wettbewerbszentrale und prüfe sie derzeit. Dem Verein Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs gehören nach dessen Angaben rund 1100 Unternehmen sowie 700 Verbände und Wirtschaftskammern an. Er versteht sich als Selbstkontrollinstitution für fairen Wettbewerb. dpa