Wirtschaft

Industrie Management verteidigt Aus der Mannheimer Produktion

Isodraht wehrt sich

Mannheim.Das Management von Isodraht hat die Vorwürfe der Mannheimer IG Metall zurückgewiesen, sich einem Zukunftskonzept für das Unternehmen zu verschließen. „Es gab durchaus die Bereitschaft“, teilte Geschäftsführer Burkard von Mauschwitz dieser Redaktion mit. Leider sei es nicht gelungen, ein „auch nur annähernd erfolgversprechendes Konzept“ aufzustellen – weder vom Wirtschaftsausschuss mit Hilfe des beauftragten Wirtschaftsinstituts noch von den Gesellschaftern. Für eine ausgeglichene Finanzierung innerhalb der nächsten 15 Jahre habe es keine Lösung gegeben. Daher sei die Schließung der Mannheimer Produktion unumgänglich, bekräftigte von Mauschwitz. Auch, um nicht die gesamte Firmengruppe mit weiteren 550 Arbeitsplätzen in Europa zu gefährden.

Die IG Metall hatte Isodraht dafür kritisiert, „mitten in der Corona-Krise seine langjährigen Beschäftigten vor die Tür zu setzen“. Investitionen seien unterblieben, zudem gebe es kein ernsthaftes Interesse, dem Standort eine Zukunft zu bieten. Mitte Mai hatte Isodraht angekündigt, die Mannheimer Produktion mit mehr als 100 Mitarbeitern dichtzumachen. jung