Wirtschaft

Jagd nach Rendite

Alexander Jungert zu ThyssenKrupp und Großaktionär Cevian

 

Cevian Capital mischt sich gerne ein und krempelt alles um. Das hat der Investor schon bei Bilfinger in Mannheim bewiesen. Jetzt ist ThyssenKrupp dran. Cevian wird so schnell keine Ruhe geben.

Der Investor greift zu einem vermeintlichen Allheilmittel: Abspaltungen. Kurzfristig mögen sie zwar zu Wertsteigerungen führen. Auf lange Sicht aber können Unternehmen dadurch geschwächt werden. Bei ThyssenKrupp hat Cevian zunächst damit geliebäugelt, die ertragsschwache Stahlsparte abzustoßen. Mittlerweile soll die erfolgreiche Aufzugsparte zu Geld gemacht werden. Dabei betont Cevian häufig, sich langfristig engagieren zu wollen. Woher soll aber bei ThyssenKrupp die Kraft für Wachstum kommen, wenn die rentabelsten Sparten verkauft werden?

Cevian betreibt einen Schlingerkurs. Der schwedische Investor scheint selbst enorm unter Druck zu stehen. Seine Geldgeber – unter anderem Pensionsfonds – wollen schnell Resultate sehen. Gerade in Deutschland ist Cevian jedoch alles andere als erfolgreich. Bei Daimler und Munich Re sind die Schweden unauffällig geblieben. Und der Industrieservice-Konzern Bilfinger muss nach einem beispiellosen Umbau erst wieder zu Kräften kommen. Eine Rendite, die den Schweden und ihren Anlegern genügen könnte, ist weit entfernt.

Zum Thema