Wirtschaft

Jobs mit Perspektive

Rolf Obertreis zu den Folgen der Air-Berlin-Übernahme

Für 3000 Beschäftigte von Air Berlin ist es eine gute Nachricht. Sie erhalten bei Lufthansa und Eurowings einen neuen Job. Der mag mit Abschlägen beim Gehalt verbunden sein, die allerdings nicht das Ausmaß von 40 Prozent erreichen dürfen, das die Pilotenvereinigung Cockpit für ihre Klientel befürchtet. Dafür haben die Ex-Air-Berliner einen sicheren Arbeitsplatz sowie Perspektiven in einem soliden und zukunftsträchtigen Unternehmen. Vor allem das muss man Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Teilübernahme von Air Berlin zugutehalten.

Aber natürlich geht es vor allem ums Geschäft: Hätte Lufthansa nicht den Zuschlag erhalten, wäre das ein schwerer Schlag für die Tochter Eurowings gewesen. Jetzt verfügen Lufthansa und Eurowings zusätzlich über 81 Jets und vor allem über die dazugehörigen Start- und Landerechte. Das sichert Eurowings weiteres Wachstum und stärkt die Position gegenüber dem irischen Billigflieger Ryanair, dem schärfsten Konkurrenten in Europa. Offen bleibt, welche Folgen das Verschwinden von Air Berlin vom Markt haben wird. Weniger Wettbewerber heißt in der Regel steigende Preise. Auf einigen innerdeutschen Strecken fliegt bald nur noch die Lufthansa - das verheißt nichts Gutes.

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