Wirtschaft

Ausbildung IHK Rhein-Neckar will junge Leute für Informationstechnologie begeistern / Berufsbilder werden modernisiert

Kammer bekämpft Fachkräftemangel

Mannheim.Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar will bei jungen Leuten das Interesse für digitale Ausbildungsberufe wecken. IHK-Präsident Manfred Schnabel hat daher gestern gemeinsam mit Harald Töltl, Geschäftsführer der Berufsbildung der IHK, und Wolfgang Krautt, Ausbilder bei der IT-Consulting Firma XMART, eine Kampagne dazu vorgestellt. Insbesondere in der Informationstechnik (IT) sei der Fachkräftemangel groß, sagte Schnabel.

„Wir sprechen keine IT-Nerds an, sondern wollen Digital Natives“, sagte er, also Jugendliche, die mit dem Internet aufgewachsen sind, und keine sozial isolierten Computerfans. Konkret gehe es um die Ausbildungen zum Fachinformatiker, zum Informatikkaufmann, zum IT-Systemelektroniker, zum IT-Systemkaufmann und zum Kaufmann im E-Commerce. Die Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce, also im elektronischen Handel, gibt es seit September 2018. Von da an lernen junge Leute, wie Produkte im Internet verkauft, präsentiert und beworben werden.

Sicherheit fest verankert

„Dabei können die jungen Leute auch selber gestalten und kreativ sein“, beschreibt Töltl. Die Theorie lernen die Auszubildenden in Schwetzingen an der Carl-Theodor-Schule. In regionalen Kaufhäusern, Supermärkten oder weiteren Unternehmen arbeiten sie praktisch.

Die anderen IT-Berufe wurden 2017 modernisiert. Die IT-Sicherheit sei in die Ausbildungsordnung aufgenommen worden, erklärte Töltl. Außerdem werde den Auszubildenden beigebracht, wie sie am besten mit Kunden umgehen. Voraussetzung für die Ausbildungen ist die mittlere Reife, es werden jedoch insbesondere Schüler mit Abitur oder Fachhochschulreife angesprochen betonte Töltl.

Ab 2020 sollen die digitalen Ausbildungsberufe auch in das Konzept „BerufsHochschule“ aufgenommen werden, kündigten Schnabel und Töltl an. Dabei machen junge Leute in vier Jahren sowohl Ausbildung als auch Bachelorabschluss.