Wirtschaft

Karstadt Kaufhof schließt Filiale in Mannheim

Archivartikel

Mannheim.Die Filialschließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof treffen auch die Metropolregion Rhein Neckar und Mannheim. Demnach hat der Konzern das Aus für die Filialen in der Mannheimer Kunststraße/N7, Landau und Worms beschlossen. 

Im Südwesten sind rund 300 Mitarbeiter von den Schließungen betroffen. Insgesamt 62 der 172 Filialen und zwei Schnäppchencenter sollen geschlossen werden. Rund 6000 der insgesamt 28 000 Mitarbeiter dürften dadurch ihre Arbeitsplätze verlieren. "Wir wissen, was dies für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet. Aber dieser Schritt ist ohne Alternative, weil diese Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährden", sagte der GKK-Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz am Freitag. Letztlich gehe es darum, Galeria Karstadt Kaufhof und damit viele tausend Arbeitsplätze zu sichern.

Für die Schließungsfilialen bestehe angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise keine wirtschaftliche Fortführungsperspektive mehr, betonte Gleiwitz. Welche Filialen genau betroffen sind, darüber sollen die Mitarbeiter nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag um 14.00 Uhr informiert werden.

Peter Kurz: "Verlust wäre vermeidbar gewesen"

Der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz veröffentlichte am frühen Abend eine Stellungnahme. Er machte deutlich, dass er sich für einen Erhalt beider Standorte - Galeria Kaufhof am Paradeplatz sowie in N7 - ausgesprochen hatte. Zudem betonte er die Anstrengungen, die Seitens der Stadtverwaltung unternommen worden waren, um die Innenstadt attraktiv zu gestalten. Etwa durch die Neugestaltung der Planken oder den Ausbau der Parkhäuser. "Insgesamt flossen in den letzten zehn Jahren rund eine Milliarde Euro Investitionsmittel in die Mannheimer Innenstadt", erklärte Kurz in seinem Statement. "Diese Fakten und auch der Hinweis darauf, dass [...] jeder Standort seine eigene, angestammte Kundschaft hat, haben aber offensichtlich leider nicht ausgereicht, um die Unternehmensleitung davon zu überzeugen, in Mannheim beide Häuser weiterzuführen."  Ein Verlust an Arbeitsplätzen wäre somit aus Sicht der Stadt vermeidbar gewesen.

Vom Unternehmen fordert er nun, Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter zu übernehmen. Für die mehrstöckige Immobilie erwarte man im Rathaus ein nachhaltiges Folgenutzungskonzept, hieß es zudem in der Pressemitteilung weiter.

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