Wirtschaft

Handel Weiterer Abbau beim Warenhaus-Konzern

Karstadt schließt Sporthäuser

Essen/Heidelberg.Leere in der City und Frust bei den Beschäftigten: Das geplante Aus von Dutzenden Filialen der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) sowie 20 Standorten der Tochter Karstadt Sports schürt in vielen Kommunen die Angst vor verödeten Innenstädten. Mitarbeiter sprachen von einer „schrecklichen Entscheidung“.

Zunächst hatte GKK angekündigt, 62 seiner 172 Häuser zu schließen, darunter Filialen in Mannheim, Landau und Worms. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats werden dadurch insgesamt 5317 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren. Der Konzern hat derzeit noch 28 000 Beschäftigte. Ursprünglich hatte die Geschäftsführung sogar bis zu 80 Geschäfte dichtmachen wollen. Am Samstag wurde dann bekannt, dass auch 20 der 30 Niederlassungen der Tochter Karstadt Sports schließen sollen.

Filiale auch in Heidelberg

Welche Filialen das sind, war zunächst nicht bekannt. Karstadt Sports ist auch in Heidelberg mit einem Geschäft vertreten. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeigers“ sollen unter anderem die Standorte in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Hamburg und München sowie die Hauptverwaltung von Karstadt Sports in Essen geschlossen werden. Insgesamt seien 700 Arbeitsplätze betroffen, die Gewerkschaft Verdi sprach von „bis zu zwei Drittel der rund 1200 Beschäftigten“.

Die Geschäftsführung von Galeria Karstadt Kaufhof hatte die Maßnahmen am Freitag als unvermeidlich bezeichnet. „Wir wissen, was dies für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet. Aber dieser Schritt ist ohne Alternative, weil diese Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährden“, sagte der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz.

An Karstadt Sports hatte Ende Mai die private Loitz Stiftung aus Essen Interesse bekundet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bot die Loitz Stiftung 40 Millionen Euro, das Angebot sei aber ohne Angabe von Gründen abgelehnt worden. 

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