Wirtschaft

IHK-Studie Hohe Einkommen machen Region für Handel attraktiv / Weinheim und Walldorf vorne

Kaufkraft wächst und wächst

Mannheim.Gute Konjunktur, hohe Einkommen, starke Umsätze im Einzelhandel - das Zusammenspiel dieser Wirtschaftsfaktoren hebt die Metropolregion im bundesdeutschen Vergleich deutlich hervor. Die Menschen an Rhein und Neckar verfügen über eine höhere Kaufkraft als im nationalen Durchschnitt. Auch der Einzelhandelsumsatz pro Einwohner liegt höher als auf Bundes- und baden-württembergischer Landesebene. Das geht aus der IHK-Kaufkraftanalyse 2017 hervor, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar gestern veröffentlicht hat.

"Das Ergebnis der Untersuchung ist wieder sehr erfreulich. Der Bezirk der IHK Rhein-Neckar behauptet als Einzelhandelsstandort seine überdurchschnittlich und überregional attraktive Position", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Nitschke. Der Handel profitiert in erster Linie davon, dass die Bürger in der Region statistisch gesehen viel Geld in der Tasche haben, das sie für den Konsum ausgeben können - im Vergleich zum Vorjahr ist das durchschnittliche Einkommen nach Angaben der IHK sogar noch einmal um 1,8 Prozent gestiegen.

Die Kaufkraft pro Einwohner liegt der IHK-Analyse zufolge bei rund 23 000 Euro, etwa 500 Euro mehr als im Bundesschnitt. Spitzenreiter in der Region sind Weinheim, Ladenburg und Walldorf, in allen drei Kommunen liegt die Kaufkraft bei mehr als 26 000 Euro. Das gesamte Kaufkraftvolumen in der Region hat sich im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf rund 26,8 Milliarden Euro erhöht.

Ikea-Filiale beflügelt Umsatz

Bei den absoluten Umsätzen im regionalen Einzelhandel liegen die Platzhirsche Mannheim und Heidelberg weiter unangefochten an der Spitze. Die Analyse prognostiziert für den IHK-Bezirk Rhein-Neckar in diesem Jahr einen Einzelhandelsumsatz in Höhe von etwa 7,2 Milliarden Euro. Davon entfallen erneut über die Hälfte auf die beiden Oberzentren Mannheim (rund 2,7 Milliarden Euro) und Heidelberg (rund 1,1 Milliarden Euro).

Anders stellt sich die Lage bei den Einzelhandelsumsätzen pro Einwohner dar. Hier führen die Mittelzentren Walldorf (10 443 Euro), Schwetzingen (10 329 Euro) und Mosbach (10 194) wie schon im Vorjahr die Rangliste an. Den hohen Wert für Walldorf führen Experten unter anderem auf die große Ikea-Filiale in der Astorstadt zurück. Bei der IHK-Analyse erzielten alle 18 in der Region untersuchten Ober-, Mittel- und Unterzenten beim Umsatz pro Einwohner Werte über dem Bundes- und Landesschnitt - lediglich Eberbach am Neckar konnte hier nicht mithalten.