Wirtschaft

Frauenquote

Kaum Wirkung bei freiwilliger Vorgabe

Archivartikel

Berlin.Die vor drei Jahren eingeführte Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten funktioniert – aber nur dort, wo es verbindliche Vorgaben gibt. Seit 2015 ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 186 im Dax, MDax, SDax und TecDax sowie der im Regulierten Markt notierten, voll mitbestimmten Unternehmen um 6,1 Prozentpunkte auf 28,1 Prozent gestiegen, wie die Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) feststellte. Bei den 104 der Quote unterliegenden Unternehmen kletterte der Wert sogar auf durchschnittlich 30,9 Prozent. Bei den nicht der Quote unterliegenden 82 weiteren Unternehmen liegt der Anteil unter 20 Prozent. „Hier wird deutlich, dass freiwillige Vorgaben kaum Wirkung zeigen“, betonte FidAR. Auf der Vorstandsebene der 186 untersuchten Unternehmen stagniert die Entwicklung. Der Frauenanteil liegt dort bei 7,3 Prozent – ein Plus von 2,3 Prozentpunkte in drei Jahren.