Wirtschaft

Finanzen Staatliche Förderbank muss weniger Vorsorge treffen

KfW steigert Gewinn

Frankfurt.Die staatliche Förderbank KfW hat trotz der Zinsflaute ihren Gewinn im vergangenen Jahr gesteigert. 2018 sei ein „sehr erfolgreiches Jahr“ gewesen, sagte Vorstandschef Günter Bräunig gestern in Frankfurt. Der Gewinn werde über den 1,4 Milliarden Euro des Vorjahres liegen, vor allem weil die Banken-Gruppe deutlich weniger Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite habe treffen müssen. Details will die KfW bei der Vorlage der Bilanz im April präsentieren.

Auf starkes Interesse stößt den Angaben zufolge das neue Baukindergeld. „Die Resonanz ist insgesamt sehr groß“, sagte Bräunig. Seit Mitte September 2018 seien 68 125 Zusagen für die Förderung erteilt worden. Über einen Zeitraum von zehn Jahren gibt es insgesamt 12 000 Euro pro Kind.

Das größte Interesse am Baukindergeld wurde in Nordrhein-Westfalen mit gut 15 000 Anträgen verzeichnet. Beantragt werden kann die Förderung, wenn der Bau fertiggestellt ist. Dadurch wurden 2018 vor allem Anträge für bestehende Immobilien gestellt (85 Prozent). Das sorgte für Kritik angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum in vielen Metropolen. Inzwischen ist der KfW zufolge der Anteil von Neubauten gestiegen. dpa