Wirtschaft

Benimmregeln Experten wollen Orientierung geben

Kodex für öffentliche Unternehmen

Archivartikel

Frankfurt.Klare Kriterien für die Vergütung der Geschäftsführung öffentlicher Unternehmen oder Regeln für Sponsoring: Ein Expertengremium, dem auch die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries angehört, hat einen Katalog mit Benimmregeln für öffentliche Firmen entwickelt. Der nicht verbindliche „Deutsche Public Corporate Governance Musterkodex“ soll Kommunen, Bundesländern und dem Bund eine Orientierungshilfe geben und Akteure im Arbeitsalltag unterstützen“, erläuterte der wissenschaftliche Vorsitzende des Gremiums, Ulf Papenfuß, am Dienstag.

In Deutschland gibt es aktuell etwa 60 – an vielen wichtigen Stellen sehr unterschiedliche – Kodizes für öffentliche Unternehmen. Als heikel empfundene Themen wie externe Mitglieder in Aufsichtsräten, klare Kriterien für die Vergütungshöhe oder die Repräsentation von Frauen in Führungspositionen, würden teilweise jedoch ausgeklammert, berichtete der Professor von der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

Vergütung klar darstellen

Das Gremium empfiehlt mindestens ein externes unabhängiges Mitglied im Aufsichtsrat. Ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sollen erst zwei Jahre nach Ende ihrer Tätigkeit in das Kontrollgremium einziehen dürfen. Die Vergütung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat soll allgemeinverständlich dargestellt werden. Um eine Ämterhäufung zu vermeiden, sollen Aufsichtsräte nicht mehr als fünf Kontrollmandate wahrnehmen. Der Aufsichtsratsvorsitz zählt dabei doppelt. Die Unterstützung von Vereinen und Einrichtungen soll transparent gemacht werden. dpa

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