Wirtschaft

Konjunktur Deutsche Wirtschaft stagniert Ende 2019

Konjunktur startet ohne Schwung

Wiesbaden.Die deutsche Wirtschaft geht ohne nennenswerten Rückenwind ins laufende Jahr. Nachdem Europas größter Volkswirtschaft Ende 2019 die Puste ausgegangen ist, fehlt ein kräftiger Impuls für die nächsten Monate. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 gegenüber dem Vorquartal.

Gebremst wurde die Konjunkturentwicklung nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Freitag vom Außenhandel. Deutschland führte in den letzten drei Monaten 2019 weniger Waren und Dienstleistungen aus als im dritten Quartal. Die privaten und die staatlichen Konsumausgaben verloren an Dynamik. Sie dürften dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge ihr Niveau aber in etwa gehalten haben: „Die privaten Konsumausgaben bleiben grundsätzlich eine verlässliche Stütze der Binnenkonjunktur.“ Der Boom der Bauinvestitionen setzte sich fort.

Europas einstige Konjunkturlokomotive zählte im vierten Quartal zu den Schlusslichtern im Euroraum. Schwächer entwickelten sich nach Daten des Statistikamtes Eurostat Frankreich (minus 0,1 Prozent), Italien (minus 0,3) und Finnland (minus 0,4). Insgesamt wuchs die Wirtschaftsleistung im gemeinsamen Währungsraum leicht um 0,1 Prozent zum Vorquartal.

„Spürbare Dämpfung“

Die deutsche Konjunktur war nach Jahren des Booms 2019 in eine Schwächephase geraten, bedingt auch durch internationale Handelskonflikte. Hinzu kam der Strukturwandel in der Autoindustrie. Die Chefvolkswirtin der Förderbank KfW, Fritzi Köhler-Geib, rechnet frühestens im Frühjahr mit einer Konjunkturerholung. „Zumindest für das erste Quartal zeichnet sich infolge des Coronavirus eine spürbare Dämpfung der chinesischen und damit auch der globalen Konjunktur ab.“ Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist ein wichtiger Absatzmarkt für Waren „Made in Germany“. Zudem stellt China wichtige Produkte für die Weiterverarbeitung in anderen Ländern her. dpa

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