Wirtschaft

Rassismus-Vorwürfe Skandal-Video ohne personelle Folgen

„Kontrollversagen“ bei VW

Archivartikel

Wolfsburg.Nach deutlicher Kritik und Rassismus-Vorwürfen gegen Volkswagen wegen eines Werbevideos im Internet hat der Vorstand jetzt die Ergebnisse seiner Prüfungen vorgelegt. „Verunglückt“ ist dabei die Richtung, in die die Interpretation der Führungsetage tendiert – denn bisher seien keine Anzeichen für einen rassistischen Vorsatz rund um die Entstehung und Abnahme des Clips gefunden worden.

Daher gibt es vorerst auch keine personellen Folgen wie etwa Entlassungen. „Wir haben fehlende Sensibilität und prozessuale Fehler festgestellt“, berichtete VW-Rechtsvorständin Hiltrud Werner am Donnerstag. Man habe Menschen verletzt. An verschiedenen Stellen sei es zu einem „Versagen der Kontrollprozesse“ gekommen, so etwas dürfe sich nicht wiederholen.

Mitte Mai tauchte ein etwa zehnsekündiger Spot als Ausschnitt einer Werbekampagne zum Golf 8 im Netz auf. Zu sehen war eine überdimensionale weiße Hand, die einen schwarzen Mann herumschubst, am Kopf packt, in einen Hauseingang schnippt. Gegen Ende des Videos erschien zudem kurz eine Buchstabenfolge, deren Einblendung das Wort „Neger“ suggerierte.

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