Wirtschaft

Eichbaum Aktivisten rufen zu gemäßigter Diskussion auf

Kritiker legen nach

Mannheim.Die Diskussion um Eichbaum-Kronkorken mit der saudi-arabischen Flagge reißt nicht ab. Nachdem die Brauerei am Freitag auf Facebook angekündigt hatte, die Biere aus dem Handel zu nehmen, gewann die Debatte weiter an Fahrt – der Eichbaum-Beitrag wurde bis gestern Abend mehr als 1200 mal kommentiert. Die meisten Nutzer beschwerten sich darüber, dass die Brauerei aus ihrer Sicht „vor radikalen Muslimen eingeknickt“ sei.

Doch auch versöhnliche Stimmen meldeten sich. „Firma Eichbaum: eure Entschuldigung war richtig und ringt großen Respekt ab. Ich denke mal, man sollte in der Zukunft ab und an auf euch ein Urpils trinken“, schrieb Volker Bös. Am Ende seines Beitrags steht #ichbinhier, was ihn als Mitglied der Initiative „für eine bessere Diskussionskultur im Netz“ erkenntlich macht. Die Gruppe rief am Samstag ihre Mitglieder dazu auf, in die Diskussion „mäßigend einzugreifen“.

Unterdessen versuchen manche, aus der Debatte Kapital zu schlagen. Bei einer ebay-Auktion wurden bis gestern Abend 51 Euro für einen Bierkasten mit saudischen Flaggen geboten – der übliche Handelspreis liegt bei knapp 14 Euro. hhk

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