Wirtschaft

Karstadt Rheinland-Pfalz will Mitarbeiter unterstützen

„Kümmerer“ sollen weiterhelfen

Archivartikel

Mainz.Rheinland-Pfalz will von Filialschließungen der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) betroffene Mitarbeiter unterstützen. Sogenannte Kümmerer sollten bei der beruflichen Neuorientierung unter die Arme greifen und mit Betroffenen Strategien für eine Um- oder Weiterbildung entwickeln, teilte das Arbeitsministerium in Mainz am Freitag mit. Die Helfer könnten ihre Netzwerke nutzen und unter anderem auch Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern herstellen.

Vier Filialen im Land schließen

Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sagte mit Blick auf GKK: „Gern hätten wir als Land eine längere Laufzeit der Transfergesellschaft vereinbart.“ Dies sei aber nur möglich, wenn sich alle Bundesländer an einer Verlängerung beteiligten. „Bedauerlicherweise konnten die Bundesländer sich nicht auf diese gemeinsame Linie verständigen.“ Den Beschäftigten stehe es frei, ob sie in die Transfergesellschaft wechseln und im Anschluss das Angebot der Landesregierung zusätzlich in Anspruch nehmen. Bätzing-Lichtenthälers Ministerium geht derzeit davon aus, dass von den Filialschließungen in Mainz, Worms, Trier und Landau rund 250 Mitarbeiter betroffen sind.

Die bisherigen Pläne von Galeria Karstadt Kaufhof, deren Geschäft von Corona-bedingten Schließungen schwer getroffen worden war, sehen die Schließung von bundesweit 56 Kaufhäusern vor. Zuletzt äußerte der Sachwalter des Unternehmens, Frank Kebekus, im „Spiegel“, noch auf die Rettung weiterer Filialen zu hoffen. Es werde noch mit einigen Vermietern gesprochen – „und ich hoffe, dass wir am Ende weniger als 50 Standorte schließen müssen“, sagte der Sachwalter dem Nachrichtenmagazin. 

Zum Thema