Wirtschaft

Innogy Übernahme durch E.on kommt voran

Kündigungen vom Tisch

Archivartikel

Essen.Bei der geplanten Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch den Konkurrenten E.on sind mögliche Entlassungen von Mitarbeitern so gut wie kein Thema mehr. Die Unternehmensführungen von Innogy, E.on und RWE hätten sich mit Gewerkschaften und Betriebsräten darauf verständigt, bestehende Tarifverträge zur sozialverträglichen Absicherung von Personalmaßnahmen weiter anzuwenden, teilten die Gewerkschaften Verdi und IG BCE mit. „Auf dieser Basis schließen die unterzeichnenden Unternehmen betriebsbedingte Beendigungskündigungen praktisch aus“, heißt es in der Vereinbarung. E.on will nach der Zerschlagung von Innogy bis zu 5000 Stellen streichen.

„Meilenstein der Absicherung“

Die Pläne mit RWE sehen vor, dass E.on die Energienetze und das Kundengeschäft von Innogy übernimmt und RWE die Ökostromproduktion seiner bisherigen Tochter erhält. Der Großteil der mehr als 40 000 Innogy-Beschäftigten soll dabei zu E.on wechseln.

Verdi-Chef Frank Bsirske nannte die Einigung einen „Meilenstein für die soziale Absicherung der Beschäftigten in allen beteiligten Unternehmen“. Auch die Vorsitzenden der Gesamtbetriebsräte äußerten sich zufrieden. Die Grundsatzerklärung sei „eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Integration“ von Innogy in die neue E.on. E.on-Chef Johannes Teyssen versicherte den Innogy-Mitarbeitern, sie würden auch nicht schlechter behandelt als E.on-Beschäftigte.

Vorstand und Aufsichtsrat von Innogy hatten zuvor erklärt, ihren Aktionären keine Empfehlung zur Annahme des Übernahmeangebots von E.on zu geben. dpa