Wirtschaft

Läden vor Ort unterstützen

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Jetzt muss auch der Online-Handel Abstriche machen. Amazon beschränkt in Italien und Frankreich die Auswahl der bestellbaren Artikel. Zumindest bei jenen, die über die Verteilzentren an den Kunden gehen. Für viele war der Online-Handel das letzte Mittel, um irgendwie noch Normalität ins jetzt schon einschränkte Leben zu bringen. Dass Amazon so handelt, ist aber richtig und wichtig.

Denn auch die Mitarbeiter in den Verteilzentren müssen geschützt werden. Auch sie müssen Abstand zueinander halten, damit die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt wird. Klar, dass Amazon damit nicht mehr die Leistungen erbringen kann, wie es der Online-Kunde sonst gewohnt ist. Und deshalb muss der Händler priorisieren. Nur noch das, was wichtig ist, lautet in Italien und Frankreich also die Devise. Es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Maßnahme auch die deutschen Amazon-Verteilzentren erreicht.

Für Kunden ist das natürlich nicht schön. Aber so muss jeder während der Krise zurückstecken. Hier sei jedoch an etwas erinnert: Gerade kleine Unternehmen, Boutiquen, Start-ups und Solo-Selbstständige leiden momentan sehr. Eben jene, die um die Ecke ihren Laden haben – der jetzt geschlossen bleiben muss. Viele hatten vor Corona nicht die Möglichkeit, Rücklagen zu bilden. Die Läden vor Ort werden gerade kreativ – schalten auf Liefermodus um. Sie gilt es nun zu unterstützen. Online-Handel gibt es nämlich auch außerhalb von Amazon. Und damit hat man sogar noch etwas Gutes getan.

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