Wirtschaft

Agrar Vorsichtige Prognose für diesjährige Getreideernte

Landwirte leiden unter Dürrefolgen

Dallgow-Döberitz.Zu trocken und zu wenig Regen: Landwirte und ihre Äcker mussten vielerorts seit Jahresbeginn wieder einiges verkraften. „Im Juli und August ist jetzt Regen wichtig“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, am Mittwoch im brandenburgischen Dallgow-Döberitz zum Auftakt der diesjährigen Erntesaison. Dann könne das Korn richtig ausreifen. Auch Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln und Futtergetreide benötigten Wasser fürs Wachstum.

In diesem Jahr rechnen die Landwirte bei der Getreideernte noch mit negativen Auswirkungen der letzten Dürre. Gegenüber 2018 werde die Ernte zwar rund neun Millionen Tonnen höher liegen, sagte Rukwied. Insgesamt werden nach der Prognose rund 47 Millionen Tonnen Getreide erwartet. Das seien aber rund eine Million Tonnen weniger als zwischen 2013 und 2017 durchschnittlich eingeholt wurden. Das vergangene schlechte Erntejahr wurde nicht einberechnet.

„Wieder große Herausforderung“

In vielen Betrieben werde es angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage keine Entspannung geben. „Die Wettersituation ist für uns wieder eine große Herausforderung“, sagte der Verbandspräsident. Die Vegetationsbedingungen seien in diesem Jahr erneut sehr schwierig und territorial unterschiedlich. Vor allem im Osten litten die Betriebe unter Schäden aufgrund der trockenen Witterung in den vergangenen Jahren. In Deutschland wird auf 6,4 Millionen Hektar Getreide angebaut. Der Verband vertritt bundesweit 300 000 Landwirte und ihre Familien. dpa

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