Wirtschaft

Lebenslanges Lernen nötig

V iele Arbeitnehmer sorgen sich um ihre Zukunftsperspektiven. Denn die Digitalisierung schreitet voran, und allmählich zeigt sich, wie dramatisch sie die industrielle Produktion verändern wird. Auch die Wertschöpfung rund um das Produkt Auto verändert sich. Die Software wird immer wichtiger, zum Beispiel für das autonome Fahren.

Auch bei den deutschen Herstellern ist dieser Wandel in vollem Gange. Noch ist die Beschäftigung hier tarifvertraglich gesichert. Doch diese Vereinbarungen laufen irgendwann aus. Es wird in der wichtigsten Industriebranche des Landes zu einem enormen Stellenabbau oder -umbau kommen. Denn einerseits fallen Tätigkeiten fort, andererseits werden neue Qualifikationen benötigt.

Hier kann die Sozialpartnerschaft, unterstützt vom Staat, zur entscheidenden Größe werden. Wenn es gelingt, gemeinsam eine permanente Qualifizierungsoffensive ins Leben zu rufen, kann man den unvermeidlichen Wandel vielleicht noch sozialverträglich gestalten.

Erleichtert wird dies durch die demografische Entwicklung. Viele Beschäftigte gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Die jüngeren Arbeitnehmer müssen die Chance erhalten, durch eine qualifizierte Arbeit weiterhin am Wohlstand teilzuhaben. Ihnen wird längst dämmern, dass die nur durch lebenslanges Lernen möglich sein wird. Die Aufgabe der Arbeitgeber, aber auch der Arbeitsagentur ist es, die notwendigen Angebote zur Fortbildung zu machen. Klar ist aber auch, dass es trotzdem viele Verlierer bei dieser technologischen Revolution geben wird. Die Sorgen haben ihre Berechtigung.