Wirtschaft

Einzelhandel Mannheimer Betreiber Diringer & Scheidel spricht von schwierigen Bedingungen – in den sozialen Medien ist das Echo groß

Lebhafte Debatte um Q6/Q7

Archivartikel

Mannheim.Einkaufen im Mannheimer Quartier Q6/Q7 - nicht nur für den Betreiber Diringer & Scheidel (D&S) ein Thema, das bewegt. Im Gespräch mit dieser Zeitung hatte das Unternehmen über die teilweise „schwierigen Bedingungen“ des Einkaufszentrums berichtet und dabei auf die „strukturelle Krise im Einzelhandel“ verwiesen. Aber auch die derzeit „schlechte Erreichbarkeit“ der Mannheimer Innenstadt aufgrund der vielen Brückenbaustellen hatte D&S-Geschäftsführer Achim Ihrig als Bremsklotz für das Geschäft ausgemacht - alles Aussagen, die für ein großes Echo sorgten.

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Auf der Facebook-Seite des „Mannheimer Morgen“ meldeten sich viele Nutzer zu Wort, die ihre Sicht zum Thema Einkaufen in Q6/Q7 äußerten. So stieß beispielsweise das Ladenangebot des Einkaufszentrums auf Kritik. Facebook-Nutzer Oliver Muehlisch etwa sieht das Problem nicht in einer Krise der Modebranche - vielmehr liege es an der Zusammenstellung der Läden. Die eröffneten völlig am Bedarf der Bevölkerung vorbei. „Die Auswahl der Geschäfte ist nicht dem Konsuminteresse der Mannheimer angepasst. Die Planken sind da viel attraktiver“, kommentierte Nutzerin Marion Mayer. Hinzu komme eine unübersichtliche Aufteilung im Gebäudeinneren.

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Mehr als einmal sprechen die Nutzer von Fehlplanungen im Zusammenhang mit der Infrastruktur sowie der Situation bei Rolltreppen und Aufzügen. Mit Kinderwagen sei es kaum möglich in das erste Obergeschoss zu gelangen, da die Aufzüge meist voll sind, moniert Nutzerin Janine Parcan. Auch dass der Weg vom Parkhausbis zur Ladenfläche zu lange dauere, kommt zur Sprache - die Aufzüge bräuchten dafür zu lange. Apropos Parkhaus: Mehrfach klagten Nutzer über zu hohe Parkgebühren. Die liegen je angefangener halben Stunde bei einem Euro. Wer länger als zwei Stunden steht, zahlt zwei Euro pro Stunde. Bei einem knapp dreistündigen Einkaufsbummel im Q6/Q7 sind also sechs Euro Parkgebühr fällig. Das entspricht allerdings dem Preisniveau der meisten Tiefgaragen in den Mannheimer Quadraten. Dennoch zeigen die Facebook-Kommentare: Wer schon viel Geld beim Einkauf ausgibt, möchte nicht noch hohe Parkgebühren bezahlen.

Lob für die Architektur

Unter den Facebook-Nutzern, die sich zu Wort gemeldet haben, überwiegen die kritischen Stimmen - hier und da ist allerdings auch Positives zu lesen. Vor allem die Architektur des Gebäudes wird vereinzelt gelobt. So schreibt Nutzer Uwe Adelski: „Kleinteilige Ladenflächen oder teilweise über zwei zu erklimmende Stockwerke verteilt, unübersichtlich, insgesamt unattraktiver Mix - aber im Gegensatz zum Stadthaus N1 wenigstens schön anzusehen. Wenn man daran vorbeifährt ...“.

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