Wirtschaft

Leicht zu täuschen

Alexander Jungert zu selbstfahrenden Autos

Eine Studie der Deutschen Bank sieht den Erfolg von selbstfahrenden Autos nicht als ausgemachte Sache. Und das ist absolut richtig. Da können Autohersteller noch so sehr die Revolution einläuten.

Auf Autobahnen mag das autonome Fahren gut funktionieren. Dort geht es nur geradeaus, es gibt keinen Gegenverkehr und keine Fußgänger, die die Straße überqueren. In den Stadtverkehr gehören die Roboterautos jedenfalls nicht. Alles bewegt sich, alles leuchtet und blinkt. Autonome Fahrzeuge lassen sich leicht täuschen und treffen falsche Entscheidungen. Das haben schon Unfälle gezeigt, zum Beispiel bei Google. Um hundertprozentig sicher zu fahren, brauchen Maschinen einen kompletten Datensatz für alle möglichen Situationen. Unmöglich! Der "Geist der Straße" lässt sich nicht in einen Algorithmus fassen. Schon gar nicht soll ein Roboterauto über das Leben eines Menschen entscheiden.

Autonome Fahrzeuge sammeln Unmengen sensibler Daten. Sind diese sicher vor Hackerangriffen? Was passiert mit ihnen? Das wollen die Menschen zurecht wissen. Schließlich verraten die Daten eine Menge über ihre Lebensgewohnheiten. Und das ausgerechnet im Auto, das für individuelle Freiheit steht.

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