Wirtschaft

Umwelt Internationale Vereinbarung schränkt Müll-Export ein / Greenpeace sieht Fortschritt

Lob für Plastik-Abkommen

Berlin.Neue Vorschriften für den weltweiten Handel mit Plastik-Abfall sollen helfen, das Müllproblem in den Griff zu bekommen. „Die schärferen Exportregeln des Baseler Übereinkommens sind ein großer Fortschritt und eine wirksame Handhabe gegen den zunehmenden Meeresmüll“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD).

Jetzt sei ein Exportstopp für verschmutzte und fragwürdige Plastikabfälle aus der EU nach Asien und Afrika möglich, sagte Schulze zu der Vereinbarung. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) dringt nun darauf, dass die EU solch ein Exportverbot während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 umsetzt.

Auch Umweltverbände wie Greenpeace begrüßten die Vereinbarung von 187 Ländern. „Die Flut von Kunststoffabfällen, die heute von den Industrieländern Europas und den USA in die Entwicklungsländer Afrikas und Asiens fließen, kann nun eingedämmt werden“, sagte ein Greenpeace-Experte. Die Staaten hatten sich am Freitagabend darauf geeinigt, dass künftig nur noch sortierter, gereinigter und wiederverwertbarer Plastikmüll gehandelt werden darf.

Für den Export anderer Plastikabfälle wird künftig weltweit eine Zustimmung der Behörden der Export- und der Importstaaten erforderlich sein. Die USA, weltweit größter Exporteur von Plastikmüll, waren nach Angaben der Nicht-Regierungsorganisation Ciel (Zentrum für Internationales Umweltrecht) gegen den Schritt. Sie sind nicht Teil des Baseler Übereinkommens. 

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