Wirtschaft

Lufthansa: Das Krisenpaket ist geschnürt

Die Bruchlandung der Lufthansa in der Corona-Krise wird wohl in letzter Minute noch abgewendet. Denn unmittelbar vor der mit Spannung erwarteten Hauptversammlung der Airline haben sich das Unternehmen und die Gewerkschaft UFO auf ein Krisenpaket für die Flugbegleiter verständigt. Darin enthalten sind dem Vernehmen nach Einsparungen von mehr als einer halben Milliarde Euro.

Das Paket umfasst laut UFO einen vierjährigen Kündigungsschutz sowie ein Einsparvolumen von über einer halben Milliarde Euro bis Ende 2023. Die Lufthansa teilte mit, unter anderem würden Vergütungsanhebungen ausgesetzt sowie die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung zeitweise reduziert.

Die Aktionäre des Unternehmens entscheiden bei der außerordentlichen Hauptversammlung darüber, ob sie den Staat für rund 300 Millionen Euro als Anteilseigner einsteigen lassen wollen oder nicht. Damit fest verbunden ist das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket, das in den Wochen zuvor mühsam zwischen Frankfurt, Berlin und Brüssel ausgehandelt worden war.

Kurz vor der Einigung war Großaktionär Heinz Hermann Thiele in seiner Haltung umgeschwenkt und hatte damit auch die Hoffnung auf eine entscheidende Kehrtwende und damit der ersehnte Lichtblick für die Lufthansa genährt, berichtet "tagesschau.de".

Bisher hatte Thiele den Staatshilfen kritisch gegenüber gestanden. Der Hauptgrund: Mit der Unterstützung waren auch ein Anteilspaket von 20 Prozent und weitere Bezugsrechte für den Bund verbunden. Thiele fürchtete, dass dadurch die Aktien der Fluggesellschaft an Wert verlieren könnten.

Doch nun verkündete Thiele in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dass er dem Rettungspaket zustimmen wolle. Aber auch wenn die Lufthansa gerettet werden kann, die Turbulenzen werden die Kranich-Airline noch eine ganze Weile begleiten.