Wirtschaft

Geldwäsche Laut Studie hohe Investitionen in Deutschland

Mafia kauft Immobilien

Berlin.Der deutsche Immobiliensektor ist zunehmend Ziel krimineller Geldwäsche im hohen Milliardenbereich. Es werde vermehrt ausländisches Geld investiert, dessen Herkunft unklar sei. „Nach Schätzungen waren es allein 2017 über 30 Milliarden Euro“, heißt es in einer gestern vorgestellten Studie der Organisation Transparency International (TI). Hinweise von Ermittlern in Italien zeigen, dass Mafiaangehörige enorme Summen, die unter anderem aus dem Kokainhandel stammten, durch Immobilienerwerb in Deutschland reinzuwaschen versuchen.

Allein wegen seines Volumens von rund 238 Milliarden Euro (2016) biete der deutsche Immobilienmarkt ein gewaltiges Potenzial für Geldwäsche, heißt es in der Studie. Unbekannt sei, wie viele Immobilien und Grundstücke ausländischen juristischen Personen gehören. „Die geltenden Gesetze und die Ausstattung der Ermittlungsbehörden stehen auch angesichts der Grenzenlosigkeit internationaler Finanzströme in keinem Verhältnis dazu“, betonte TI-Deutschland-Chefin Edda Müller. dpa