Wirtschaft

Mannheimer Betriebsrat dringt auf Klarheit

Archivartikel

Mannheim.Nach immer neuen Spekulationen um den Sparkurs bei Daimler gibt es Kritik am Management. „Der Vorstand muss endlich Klarheit schaffen, mit welchen strukturellen Maßnahmen und Produkten er das Unternehmen für die Zukunft fit machen will“, sagte der Mannheimer Betriebsratsvorsitzende Joachim Horner dieser Redaktion. Er monierte, dass der vereinbarte Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen infrage gestellt wird. „Pauschale Drohungen helfen in der wirtschaftlichen Situation nicht weiter“, sagte Horner. „Das wird auch dem Einsatz der Kolleginnen unter den aktuell schwierigen Bedingungen nicht gerecht.“

Im zweiten Quartal verbuchte der Konzern erneut einen Milliardenverlust. Vorstandsvorsitzender Ola Källenius sagte: „Vor uns liegen herausfordernde Monate und Jahre.“ Dabei stellte Källenius einmal mehr klar: Daimler muss noch mehr sparen - überall, auch beim Personal. Wie viel, wie genau und wen es trifft, ließ Källenius allerdings erneut offen. Zuletzt machten schon Berichte von 20 000 oder gar 30 000 Arbeitsplätzen die Runde.

Das Lkw-Motorenwerk und die Fabrik von Evobus in Mannheim sind derzeit stabil ausgelastet - obgleich die schwächere Nachfrage deutlich zu spüren ist. Das Produktionsniveau liege deutlich unter dem des Vorjahres, erklärte Andreas Moch, Standortverantwortlicher für das Motorenwerk.

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