Wirtschaft

Quartalsbilanz

Mannheimer MVV Energie legt guten Jahresstart hin

Mannheim.Die Mannheimer MVV Energie ist mit einem deutlichen Ergebnisplus ins Geschäftsjahr 2019/2020 gestartet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte das operative Ergebnis (EBIT) um ein Fünftel auf 81 Millionen Euro zu. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen beim Ausbau der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen auf Kurs: Wie aus einer Mitteilung von Freitag hervorgeht, hat die MVV die erneuerbare Stromproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 338 Millionen Kilowattstunden gesteigert. Dies entspreche dem Verbrauch von fast 400 000 durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalten. "Für unser Unternehmen wird 2020 ein besonderes Jahr“, sagte MVV-Vorstandschef Georg Müller. „Viele der Weichenstellungen der letzten Jahre werden in diesem Geschäftsjahr Wirklichkeit“.

Als einen Grund für den deutlichen Ergebnisanstieg führte die MVV erste positive Beiträge des neuen Gasheizkraftwerks in Kiel an. Das Gaskraftwerk erzeugt Strom sowie Fernwärme und war Ende vergangenen Jahres anstelle des bislang in Kiel betriebenen Steinkohlekraftwerks in Betrieb gegangen. Die Kosten für dessen Stilllegung hatten die MVV im Vorjahresquartal noch belastet. Auch höhere Transportkosten für Kohle hatten die Zwischenbilanz im Vorjahreszeitraum getrübt. Grund war das anhaltende Niedrigwasser im Rhein, das sich bis Jahresende 2018 auf die Belieferung des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) ausgewirkt hatte. 

Ebenfalls zum Ergebnisanstieg hat nach Angaben der MVV beigetragen, dass mehrere Anlagen im Umweltbereich - dazu zählen Müllheiz- und Biomassekraftwerke - wieder verfügbar waren, die im ersten Quartal des Vorjahres wegen Wartungs- oder Reparaturarbeiten vorübergehend stillstanden. Unter dem Strich stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten (1. Oktober bis 31. Dezember) des Geschäftsjahres um rund fünf Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Der Gewinn legte um knapp ein Viertel auf 47 Millionen Euro zu.

Weiter vorangekommen ist die MVV Energie nach eigenen Angaben beim Ausbau der eigenen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Vor dem Jahreswechsel wurde demnach ein vom Tochterunternehmen Juwi entwickelter Windpark im saarländischen Freisen-Rothsberg übernommen. Damit verfügt die MVV nach eigenen Angaben jetzt über Anlagen für erneuerbare Energien mit einer Kapazität von 481 Megawatt. Gleichzeitig hat der Mitteilung zufolge auch das Geschäft der Töchter Juwi und Windwärts wieder angezogen, die Windkraftprojekte entwickeln. Mit 106 MW habe die vermarktete Leistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent zugelegt. 

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