Wirtschaft

Krebstherapie Konzern geht Milliarden-Partnerschaft ein

Merck forscht gemeinsam mit GSK

Darmstadt.Der Darmstädter Merck-Konzern treibt die Erforschung neuer Krebsmedikamente mit einem neuen Partner voran. Das Dax-Unternehmen werde mit dem britischen Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) in der Immunonkologie bei der Entwicklung seines Medikamentenkandidaten M7824 zusammenarbeiten, teilte Merck gestern mit. Diese neuartige Krebsimmuntherapie befindet sich derzeit in der klinischen Entwicklung und zielt auf die Behandlung verschiedener, schwer behandelbarer Krebsarten ab.

Führende Rolle angestrebt

Merck hatte bereits erklärt, das Projekt nicht allein stemmen zu wollen. Nun winken im Zuge der Vereinbarung Milliardeneinkünfte: Zunächst erhalten die Hessen eine Vorauszahlung in Höhe von 300 Millionen Euro, weitere bis zu 500 Millionen Euro fließen bei der Erreichung bestimmter Entwicklungsziele.

Merck habe darüber hinaus Anspruch auf weitere Zahlungen von bis zu 2,9 Milliarden Euro, wenn bestimmte Meilensteine bei der Zulassung und Vermarktung der Arznei erreicht werden. Insgesamt betrage der potenzielle Wert der Vereinbarung damit bis zu 3,7 Milliarden Euro. Der Arzneikandidat M7824 „verfügt über das Potenzial, Krebspatienten neue Optionen zu eröffnen“, sagte Belén Garijo, Chefin der Pharma-Sparte von Merck. Gemeinsam mit GSK wolle man bei diesen Immuntherapien eine führende Rolle einnehmen, sagt sie. Sie gelten als lukrativ, weshalb Pharmakonzerne weltweit Milliarden in den Bereich investieren. Merck kooperiert bereits mit dem US-Konzern Pfizer für das Krebsmittel Avelumab. dpa