Wirtschaft

Chemie Höherer Gewinn und verbesserte Prognose

Merck trotzt der Krise

Archivartikel

Darmstadt.Der Pharma- und Chemiekonzern Merck nimmt trotz der Corona-Pandemie Fahrt auf und wird noch optimistischer für das laufende Jahr. Die florierende Laborsparte gab dem Dax-Unternehmen im dritten Quartal weiter Rückenwind, aber auch das Halbleitergeschäft sprang an. Konzernweit kletterte der Umsatz zwischen Juli und September gemessen am Vorjahr um 9,7 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, wie Merck am Donnerstag in Darmstadt mitteilte. Vorstandschef Stefan Oschmann sprach von einem „hervorragenden Geschäftsergebnis“. Die Folgen der Corona-Krise hätten nachgelassen.

Wegen eines Sonderertrags wuchs der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) überproportional um 53 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Merck hatte nach einem gewonnenen Patentstreit mit dem US-Konzern Biogen Rückstellungen von 365 Millionen Euro aufgelöst. Der Gewinn unter dem Strich verdoppelte sich auf mehr als 800 Millionen Euro. Damit steuert Merck recht unbeschadet durch die Pandemie.

Die in der Corona-Krise zuvor gesenkten Jahresziele poliert Merck nun weiter auf: Für 2020 peilt der Vorstand einen Umsatzanstieg auf bis zu 17,5 Milliarden Euro an (Vorjahr: 16,2 Milliarden). Auch der bereinigte Betriebsgewinn soll kräftig zulegen.