Wirtschaft

Arbeit 515 Euro im ersten Lehrjahr sind künftig Pflicht

Mindestlohn für Azubis

Berlin.Zehntausende Azubis sollen künftig besser bezahlt werden. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat die geplante Einführung des Azubi-Mindestlohns im nächsten Jahr beschlossen. Jeder, der im kommenden Jahr eine Berufsausbildung beginnt, soll mindestens 515 Euro im ersten Lehrjahr bekommen. Der Betrag wird in den folgenden Jahren schrittweise weiter erhöht auf bis zu 620 Euro monatlich im ersten Lehrjahr.

Auch im zweiten und dritten Ausbildungsjahr gibt es mehr. Ab 2024 soll die Azubi-Mindestvergütung automatisch mit der Entwicklung der Lehrlingsgehälter steigen. Wer heute schon in einer Ausbildung steckt, profitiert nicht von der Neuregelung. Außerdem sind Ausnahmen von der Mindestvergütung möglich, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften für einzelne Branchen eigene Vereinbarungen treffen. Rechnerisch könnten rund 89 000 junge Menschen vom neuen Lehrlings-Mindestlohn profitieren. So viele Azubis verdienten jedenfalls nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit Ende 2018 weniger als 500 Euro im Monat, viele davon sogar weniger als 400 Euro. In bestimmten Berufen wie dem Friseurhandwerk und vor allem im Osten bekommen Azubis bisher besonders wenig Geld. dpa

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