Wirtschaft

Finanzen Gutes erstes Quartal bei Wieslocher Dienstleister

MLP legt bei Erlösen erneut zu

Wiesloch.Uwe Schröder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender des Finanzdienstleisters MLP, ist optimistisch: „Nach drei Monaten liegen wir voll im Plan für das Gesamtjahr“, sagt er gestern bei der Vorstellung der Zahlen für das erste Quartal. Man plane ein Ergebnis in Höhe des Vorjahres, wolle aber dabei zahlreiche Zukunftsinvestitionen vornehmen. 2017 erzielte der Wieslocher Konzern ein Ergebnis von 46,7 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern.

Politische Standards

Gleichzeitig verwies Schröder-Wildberg auf Risiken, die es zu bewältigen gelte. Schwierigkeiten bereitet dem Konzern der Markt für Krankenversicherungen und Altersvorsorge. „In beiden Feldern gibt es politische Unsicherheiten“, sagt Schröder-Wildberg und meint damit neue gesetzliche Vorgaben bei der Rechnungslegung, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken. Zudem spiegelten sich Neugeschäfte noch nicht vollständig in den Zahlen wider. Im ersten Quartal liegen die Erlöse in der Krankenversicherung mit 11,7 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr, in der Altersvorsorge gingen sie um vier Prozent auf 35,2 Millionen Euro zurück. Die Gesamterlöse stiegen auf 167,9 Millionen Euro, der größte Teil davon (160,4 Millionen Euro) stammt aus Provisionen für die Beratungen. Beim Zinsgeschäft musste der Konzern dagegen Einbußen hinnehmen: Die Erlöse lagen mit 4,4 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau.

MLP betreut 532 100 Familien- und 20 200 Firmenkunden über mehrere Tochterunternehmen. Das Vermögensmanagement des Tochterunternehmens Feri und das Sachversicherungsgeschäft der Tochter Domcura stellten dabei zwei „entscheidende Beratungsfelder“ dar, so Schröder. Beide Sparten hätten sich im ersten Quartal positiv entwickelt. „Wir sind gut unterwegs und bestätigen unser Jahresziel“, sagt Schröder. Aber: „Natürlich birgt unser Marktumfeld nach wie vor Risiken“, so der Vorstandschef.