Wirtschaft

Daimler Vorstandschef lehnt rechte Strömungen klar ab

„Motor für Integration“

Archivartikel

Stuttgart.Daimler-Vorstandschef Ola Källenius (Bild) hat rechte Umtriebe im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim scharf kritisiert. „Daimler ist nicht nur ein Innovations- und Jobmotor, sondern auch ein Motor für Integration“, betonte Källenius in einer Erklärung am Mittwoch. Damit reagierte der Manager erstmals öffentlich auf ein Video der Gruppierung „Zentrum Automobil“, die sich selbst als „unabhängige Gewerkschaft“ bezeichnet.

Darin wird die Entlassung von zwei Daimler-Beschäftigten als „völlig absurd“ bezeichnet. Ihnen wurde 2018 gekündigt, weil sie einem türkischstämmigen Kollegen und Funktionär der IG Metall über Monate hinweg Hitler- und Hakenkreuz-Bilder sowie verächtliche Bilder über Moslems zugesandt hatten.

„In der Regel äußern wir uns nicht zu Kündigungen und laufenden Kündigungsschutzverfahren“, heißt es in der Mitteilung. Der Film habe aber Irritationen verursacht. „Im Film kommt es aus Unternehmenssicht zu einer äußerst bedenklichen Verzerrung der Wahrnehmung zwischen Opfern und Tätern.“ Laut Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht gehören bei Daimler in Deutschland elf von 755 Betriebsräten der Betriebsratsgruppe „Zentrum Automobil“ an. dpa

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