Wirtschaft

Städterangliste Berlin verliert, Mannheim hingegen legt zu

München hat am meisten Potenzial

Frankfurt/mannheim.München bleibt die attraktivste Stadt Deutschlands und hat weiter beste Aussichten. Sowohl bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit als auch bei den Standortfaktoren liegt die bayrische Landeshauptstadt unter den 30 größten Städten Deutschlands vorne. Dies ergab das neue Städteranking des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts HWWI und der Berenberg-Bank, das gestern in Frankfurt vorgestellt wurde.

Leipzig rangiert auf Platz zwei, Frankfurt und Dresden dahinter. Berlin hat verloren und ist von Platz zwei im Jahr 2015 auf Platz fünf abgerutscht. Mannheim hingegen ist deutlich von Platz 20 auf 15 aufgestiegen. Nicht mithalten mit deren Entwicklung können vor allem die größten Städte Nordrhein-Westfalens sowie Chemnitz. Alle zwei Jahre analysiert das HWWI anhand diverser Faktoren die Entwicklung der 30 größten deutschen Städte, in denen fast ein Viertel der deutschen Bevölkerung lebt.

Mehr Erwerbstätige

Für den Wohlstand einer Region sei die Entwicklung der Großstädte von großer Bedeutung. Auch für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes, sagt HWWI-Direktor Professor Henning Vöpel. Städte müssten sich um attraktive Rahmen- und Standortbedingungen bemühen.

Der Erfolg sei auch davon abhängig, wie die Städte den ökonomischen Strukturwandel hin zu wissensintensiven Dienstleistungsbranchen und forschungsintensiven Industrien vollziehen. Analysiert wird in der Studie die ökonomische Leistungsfähigkeit, die künftige Tendenzen bei der Bevölkerungsentwicklung sowie Standortfaktoren wie Bildung, Innovation, Internationalität und Erreichbarkeit.

Ihre Position verbessern konnten etliche der kleineren unter den 30 größten deutschen Städten. In Mannheim, vom 20. auf den 15. Platz geklettert, etwa ist die Zahl der Erwerbstätigen seit 2011 deutlich um fünf Prozent angestiegen, unter anderem aufgrund der starken Verbindung von Wissenschaft und Technologie, wie Vöpel betont. Bis 2030 soll die Bevölkerung um weitere fünf Prozent wachsen. otr