Wirtschaft

Musik ohne Grenzen

Archivartikel

Die eigene Musiksammlung auch im Urlaub nutzen zu können, bedeutet einen echten Durchbruch. Weil das Ende des Geoblockings mehr ist als ein Beitrag zur Stärkung der Verbraucherrechte. Es ist der Einstieg in ein modernes Urheberrecht für einen gemeinsamen Markt, auf dem Grenzen schlicht und einfach bedeutungslos zu sein haben.

Natürlich müssen die Rechte von Künstlern, Musikern, Schauspielern und Autoren auch im Internet-Zeitalter geschützt werden, sollen diejenigen, die mit ihren Kompositionen, Filmen und Darbietungen Geld verdienen wollen, dies auch tun können. Aber in einer digitalisierten Welt braucht es ein grundlegendes Umdenken: Wer Rechte beispielsweise dadurch erwirbt, dass er ein Abonnement abschließt, kann diese unabhängig von seinem Aufenthaltsort in Anspruch nehmen.

Die eigene Musik-Sammlung, der Zugriff auf die Filmdatenbank meines Anbieters oder auch die Sportübertragung meines heimischen Bezahl-TV-Senders – all das wird legal verfügbar, weil es keine Bedeutung mehr hat, ob der Kunde sich gerade in Stockholm oder Palermo aufhält. Es ist die Lösung vom bisherigen Denken, dass Abonnements in einer Union an nicht vorhandenen Grenzen enden. Oder um es anders zu sagen: Diese Regelung macht Schluss mit dem Reibach bei Lizenzen und Übertragungsrechten.

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