Wirtschaft

Strom Gesetzesreform für erneuerbare Energien begrüßt

MVV-Chef will schnelle Umsetzung

Archivartikel

Mannheim.Der Chef des Mannheimer Energiekonzerns MVV Energie, Georg Müller, dringt darauf, den Entwurf für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zügig umzusetzen: „Wir machen mit dieser EEG-Novelle bei Wind und Solar einen großen Schritt nach vorne“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland in einem Interview. Die Blockade bei den Erneuerbaren, die schon eine Weile anhalte, müsse so schnell wie möglich gelöst werden, um den Rückstand beim Ausbau aufzuholen.

Das EEG wurde vor 20 Jahren von der rot-grünen Bundesregierung auf den Weg gebracht. Die Bestimmungen legen fest, dass Öko-Strom zu gesetzlich garantierten Vergütungen in die Netze eingespeist wird. Die Finanzierung bringen die Stromkunden über die EEG-Umlage auf. Diese Förderung hatte den Ausbau der Erneuerbaren massiv angeschoben. Zuletzt gab es aber erhebliche Verzögerungen – insbesondere bei der Windkraft. Der Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums war vorige Woche bekanntgeworden.

Solarpflicht für Neubauten?

Der Ausbau der Windenergie an Land soll mit einer Reihe von Maßnahmen deutlich gesteigert werden. Müller sagte: „Uneingeschränkt positiv ist, dass bei den Ausschreibungen für neue Windparks die Mengen erhöht werden.“ Gut sei auch, dass Ausbaubeschränkungen im Norden aufgehoben werden sollen.

Für Müller ist klar, „dass Photovoltaik wegen der Kostensenkungen eine große Dynamik erreicht hat“. Dies aufzugreifen, sei sinnvoll. Mit den geplanten Regelungen zum Mieterstrom werde Solarenergie auf dem Dach für noch mehr Menschen direkt verfügbar. Auch eine Solarpflicht bei Neubauten sei wünschenswert, und die Nutzung von freien landwirtschaftlichen Flächen für Photovoltaik interessant. 

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