Wirtschaft

Diesel-Skandal EU will künftig Abgas-Betrugsfälle verhindern

Neue Regeln treten in Kraft

Archivartikel

Brüssel.Fünf Jahre nach dem Diesel-Skandal treten am Dienstag neue EU-Regeln in Kraft, die eine Wiederholung solcher Betrugsfälle verhindern sollen. Neue Automodelle sollen künftig nicht nur strikter überprüft werden, bevor sie in der EU auf den Markt kommen. Erstmals soll es auch Stichproben geben, ob genehmigte Modelle die Vorschriften einhalten. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 30 000 Euro pro Fahrzeug.

2015 war bekannt geworden, dass Volkswagen in Diesel-Fahrzeugen unerlaubte Software verwendet hatte, um Abgaswerte zu schönen – Autos hielten auf dem Prüfstand vor der Zulassung Grenzwerte ein, im Straßenverkehr stießen sie aber ein Vielfaches an Schadstoffen aus.

Künftig wird laut der EU-Kommission an drei Stellen nachgeschärft. So müssen EU-Staaten erstmals nach der Typgenehmigung Autos im Regelbetrieb überprüfen. Die EU-Kommission kann solche Prüfungen auch selbst vornehmen lassen. Die Brüsseler Behörde kann zudem den Prüf- und Genehmigungsstellen der EU-Staaten auf die Finger schauen und EU-weite Rückrufaktionen starten. Und sie kann die genannten Geldstrafen verhängen, falls ein EU-Staat bei nachgewiesenen Regelverstößen nicht gegen Hersteller einschreitet. 

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