Wirtschaft

Mannheimer Konzern

Neuer Südzucker-Chef will Strategie „nachschärfen“

Archivartikel

Mannheim.Der neue Südzucker-Chef Niels Pörksen hat angekündigt, die Ausrichtung des Konzerns „nachzuschärfen“. „Südzucker hat großes Potenzial, was wir brauchen, ist eine übergreifende Strategie“, sagte er am Donnerstagmorgen bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Pörksen verteidigte das Sparprogramm in der Zuckersparte, das Werksschließungen zur Folge hat. Auch Jobs in der Verwaltung könnten gestrichen werden. „Das ist eine deutliche Härte gegen Mitarbeiter, aber es ist ein notwendiger Schritt, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“, erklärte Pörksen.

Pörksen ist seit März Vorstandsvorsitzender von Südzucker. Er folgte auf Wolfgang Heer, der sein Amt Ende Januar überraschend aufgegeben hatte. Pörksen arbeitete zuletzt für den australischen Pflanzenschutz-Hersteller Nufarm.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Mannheimer Konzern einen Umsatz von rund 6,7 Milliarden Euro erzielt, etwas weniger als im Vorjahr. Das operative Ergebnis ist deutlich von 27 auf 116 Millionen Euro gestiegen. Damit hat Südzucker die Jahresziele erreicht.

Während der Corona-Pandemie hat sich seit März die Nachfrage nach Tiefkühlpizzen der Südzucker-Tochter Freiberger und allgemein nach Zucker erhöht. Das neue Geschäftsjahr sei gut angelaufen, sagte Finanzchef Thomas Kölbl.

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