Wirtschaft

„Nie mehr stationärer Handel“

Archivartikel

Dass Gründungen nicht immer glatt laufen, das weiß Start-up-Investor Matthias Storch aus eigener Erfahrung. Mit seiner eigenen Lifestyle-Marke Butiq wollte Storch den stationären Handel erobern. Sein erster Concept Store mit Designprodukten eröffnete im Modehaus Engelhorn und zog 2016 in das neue Quartier Q6 Q7. Doch nach ersten Erfolgen sei sein Design-Laden in die Abwärtsspirale des Einzelhandels geraten, die Frequenzen hätten nicht mehr gestimmt. Zudem habe er feststellen müssen, dass ein echter Laden deutlich mehr Aufwand bedeute als das Online-Geschäft. Am Ende musste Butiq Insolvenz anmelden. Storch hat viel Geld verloren und beschlossen: „Nie mehr stationärer Handel, das kann ich nicht so gut.“

Storch weiß auch, dass er das Schicksal des Scheiterns mit vielen Gründern teilt: „Drei von zehn Neugründungen schaffen es im Schnitt nicht.“ Mit zwei seiner ersten Unternehmen allerdings lief es besser: Storch hatte bereits als Wirtschaftsinformatik-Student ein Nachrichten-Portal und später ein Preisvergleich-Portal gegründet. Beide Firmen wurden verkauft und brachten ihm das Kapital, mit dem er heute als Investor für Start-ups aktiv ist. 

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