Wirtschaft

Rohstoffe Konflikt mit Iran verunsichert Märkte immer mehr

Ölpreise legen zu

Archivartikel

Singapur.Die Ölpreise sind am Montag deutlich gestiegen. Preistreiber blieb die Sorge vor einer Eskalation der angespannten Lage in der ölreichen Region am Persischen Golf. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im Mittagshandel 63,82 US-Dollar. Das waren 1,35 Dollar mehr als am Freitagabend. Ein Barrel der Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 95 Cent auf 56,58 Dollar.

Zuletzt hatte Großbritannien die sofortige Freigabe des unter britischer Fahne fahrenden Tankers „Stena Impero“ gefordert, der am Freitag durch die Iranischen Revolutionsgarden in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus beschlagnahmt worden war. Damit hat sich eine Kette von Zwischenfällen vor dem Hintergrund eines Konflikts zwischen den USA und dem Förderland Iran fortgesetzt. „Man kann gespannt sein, wie der am Dienstag feststehende neue britische Premierminister, aller Voraussicht nach Boris Johnson, mit dieser Krise umgehen wird“, schreibt Carsten Fritsch, Rohölexperte bei der Commerzbank. Es sei gut möglich, dass er sich der harten Haltung von US-Präsident Donald Trump anschließt. Laut Fritsch rechtfertige dies eine weitaus größere Risikoprämie auf den Ölpreis als gegenwärtig. dpa

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