Wirtschaft

Energie Verbrauchern drohen höhere Preise

Opec drosselt Ölproduktion

Wien.Das Ölkartell Opec hat sich nach zähen Verhandlungen mit den verbündeten Nicht-Opec-Ländern einschließlich Russland („Opec+“) auf eine Drosselung der Ölproduktion geeinigt. Für Autofahrer und Verbraucher weiterer Öl-Endprodukte könnte es aufgrund der geringeren Menge des Rohstoffs daher künftig teurer werden.

Wie der iranische Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh gestern in Wien sagte, wollen die 25 kooperierenden Staaten künftig insgesamt 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger fördern. Dabei entfallen 800 000 Barrel auf die 15 Opec-Staaten, die restlichen 400 000 auf die Verbündeten.

Der Einigung waren stundenlange Beratungen vorausgegangen – vor allem zwischen Saudi-Arabien, dem Iran und dem Nicht-Opec-Staat Russland gab es Berichten zufolge viel Gesprächsbedarf. Seit Anfang Oktober ist der Ölpreis um fast 30 Prozent gesunken. Schon die ersten Gerüchte über eine Einigung der „Opec+“ sorgten aber für einen deutlichen Anstieg. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete gestern Nachmittag 63,04 US-Dollar, das waren 2,98 Dollar mehr als am Donnerstag. Anfang Oktober hatte der Preis für ein Barrel Brent zeitweise noch bei mehr als 85 Dollar gelegen. dpa